Über unsere Nerven fühlen, reagieren und bewegen wir uns. Verschiedene Faktoren können jedoch dazu führen, dass unsere Nerven belastet werden. Interessant ist: Unser Körper kann seine eigenen Nerven regenerieren und wir können ihn dabei unterstützen. Erfahren Sie hier alles über Nerven, ihre Regeneration, und wie Sie diese unterstützen können.

Wie funktionieren Nerven?

Nerven sind die „Leitungen“ unseres Körpers: Sie übertragen elektrische Signale zwischen Gehirn, Rückenmark und allen Körperteilen. Sensorische Nerven nehmen Reize wie Berührung, Temperatur oder Schmerz über spezielle Rezeptoren in der Haut und den Sinnesorganen auf und leiten diese Signale aus der Körperperipherie ins zentrale Nervensystem (ZNS), also ins Gehirn und Rückenmark. Dort werden die Informationen verarbeitet und interpretiert. Das ZNS sendet anschließend über sogenannte motorische Nervenfasern gezielte Signale zurück in die Peripherie, etwa an Muskeln oder Organe, um eine passende Reaktion wie eine Bewegung oder einen Reflex auszulösen. So sorgt das Zusammenspiel von sensorischen und motorischen Nerven für einen ständigen Informationsaustausch zwischen Umwelt, Körper und Gehirn und ermöglicht uns Wahrnehmung, Bewegung und gezielte Reaktionen.

Welche Ursachen können belastete Nerven haben?

Nerven können durch eine Vielzahl von Faktoren belastet werden, darunter mechanischer Druck, Verletzungen, Entzündungen, Stoffwechselstörungen, Alterungsprozesse, Infektionen, toxische Substanzen oder Durchblutungsstörungen.

Mechanischer Druck

Gelenke und Muskeln können auf Nervenwurzeln drücken, was zu einer Reizung der Nerven führt. Ein klassisches Beispiel ist der gereizte Ischiasnerv, der längste und stärkste Nerv des menschlichen Körpers. Er verläuft vom unteren Rücken über das Gesäß und die Beine bis in die Füße. Hier kann eine Verspannung oder Verhärtung von Muskeln, etwa im Beckenbereich, den Ischiasnerv einengen. Auch Bandscheibenvorfälle, Wirbelkörperblockaden oder Spinalkanalstenosen können durch mechanischen Druck auf die Nervenwurzel Ähnliches auslösen.

Verletzungen

Stich-, Schnitt- oder Quetschverletzungen können Nerven beanspruchen –ebenso Knochenbrüche, Prellungen oder Operationen. So kann beispielsweise die Nervenregeneration nach Brust-OP einige Zeit in Anspruch nehmen.

Entzündungen

Auch Entzündungen können Nerven belasten – beispielsweise durch Infektionen oder Autoimmunkrankheiten wie Diabetes mellitus ausgelöst.

Alterungsprozesse

Mit zunehmendem Alter verschleißen Bandscheiben und Wirbelgelenke. Dadurch kann es zu Einengungen im Bereich der Nervenwurzel (z. B. Spinalkanalstenose, Spondylolisthesis) kommen.

Wie kann der Körper Nerven regenerieren?

Nervenregeneration ist ein natürlicher Prozess, bei dem Nervenzellen wiederhergestellt oder ersetzt werden. Während Nervenzellen im zentralen Nervensystem (Gehirn und Rückenmark) kaum regenerieren können, besitzt das periphere Nervensystem eine deutlich bessere Reparaturfähigkeit.

Der Prozess der Nervenregeneration

Der Regenerationsprozess wird maßgeblich durch SchwannZellen gesteuert. Sie umhüllen die Nervenfasern des peripheren Nervensystems, stabilisieren diese mechanisch, schützen sie und beschleunigen die Signalweiterleitung durch elektrische Isolierung (Myelinscheiden). Zudem spielen sie eine entscheidende Rolle bei der Nervenregeneration. 

Gegenüberstellung einer normalen und einer regenerierenden Nervenzelle

Zuerst beginnen Immunzellen damit, abgestorbenes Gewebe abzubauen und den Weg für die Reparatur zu bereiten. Innerhalb weniger Tage übernehmen die SchwannZellen die zentrale Rolle: Sie bilden eine Art Leitstruktur aus Proteinen, die dem nachwachsenden Nervenende als Orientierungshilfe dient (die sogenannten ngner-Bänder). Gleichzeitig setzen sie Wachstumsfaktoren frei, die das erneute Aussprossen der Nervenfasern beschleunigen. Das verbliebene Nervenende entwickelt dabei einen sogenannten Wachstumskegel, von dem aus sich dünne Fortsätze bilden. Diese wachsen entlang der von den SchwannZellen vorgegebenen Bahn – ähnlich einem Navigationssystem – bis zum ursprünglichen Zielgewebe, etwa einem Muskel oder der Haut. 

Gut zu wissen

Neuere Forschungen zeigen, dass Fettgewebe über das Hormon Leptin energiereiche Stoffe liefert, die von den SchwannZellen genutzt werden, um sogar Teile des “alten” Nervs als „Baumaterial“ zu recyceln. 

Was den Prozess unterstützt

Um die körpereigene Nervenregeneration zu unterstützen, sollte die Ursache der belasteten Nerven beseitigt und ein Nährstoffmangel ausgeglichen werden. 

  • Ursachen beseitigen: Anhaltende Entzündungen oder Druck auf den Nerv kann die Regeneration aufhalten. Daher sollte die Ursache möglichst eliminiert werden. 
  • Nährstoffmangel ausgleichen: Ein Mangel an Mikronährstoffen kann den Wiederaufbau behindern. Dazu gehören beispielsweise B-Vitamine. Auch Nukleotide wie Uridinmonophosphat (UMP) werden in wissenschaftlichen Studien im Zusammenhang mit Nerven untersucht. 

Unterstützung für Ihr Nervensystem – Neuropax-ratiopharm® forte

Neuropax-ratiopharm® forte ist ein neues und preisgünstiges Nahrungsergänzungsmittel. Es enthält eine sorgfältig abgestimmte Kombination essenzieller Mikronährstoffe (Vitamin B1, B3, B6, B9 und B12), die zu einer normalen Funktion des Nervensystems beitragen. 

Neuropax-ratiopharm® forte

Welche Inhaltsstoffe sind in Neuropax-ratiopharm® forte enthalten und was ist ihre Funktion?

  • Neuropax-ratiopharm® forte kombiniert fünf B-Vitamine mit Uridinmonophosphat (UMP): 
    • Die Vitamine B1, B3, B6 und B12 tragen zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei. 
    • Vitamin B9, auch bekannt als Folsäure, und Vitamin B12 haben eine Funktion bei der Zellteilung. 

Was macht Neuropax-ratiopharm® forte besonders?

Neuropax-ratiopharm® forte zeichnet sich dadurch aus, dass es eine besonders hohe Menge an B-Vitaminen enthält – mehr als vergleichbare Kombinationspräparate. Vor allem das Vitamin B12 ist deutlich höher dosiert. Zusätzlich enthält das Präparat Uridinmonophosphat (UMP). Die Kapseln sind gut verträglich, vegan sowie frei von Laktose, Gluten und Zucker und eignen sich für die langfristige Anwendung. 

Für wen ist Neuropax-ratiopharm® forte geeignet und wie wird es eingenommen?

Neuropax-ratiopharm® forte ist für Erwachsene ab 18 Jahren geeignet. Schwangere, Stillende und Kinder unter 18 Jahren sollten es nicht einnehmen. Bewahren Sie es daher außerhalb der Reichweite von Kindern auf. Es wird 1-mal täglich mit ausreichend Flüssigkeit eingenommen. Diese empfohlene Verzehrmenge sollte nicht überschritten werden.

Gut zu wissen

Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung. Um das Nervensystem langfristig gesund zu halten, sollten Sie zusätzlich darauf achten, regelmäßig Aktivitäten wie Walken, Radfahren oder Schwimmen in Ihren Alltag zu integrieren.

Neuropax-ratiopharm® forte: 

Nahrungsergänzungsmittel mit Uridinmonophosphat, Vitamin B1, B3, B6, B12 und Folsäure  

Zutaten: 

Uridin-5-monophosphat (UMP), Thiamin (Vitamin B1), Niacin (Vitamin B3), Pyridoxin (Vitamin B6), Folsäure, Cyanocobalamin (Vitamin B12), Füllstoffe: Mikrokristalline Cellulose, Calciumhydrogenphosphat; Trennmittel: Magnesiumsalze von Speisefettsäuren, Siliciumdioxid; Kapselhülle: Hydroxypropylmethylcellulose (HPMC). 

Nährstoffe pro Tagesdosis (1 Kapsel): 

Thiamin (Vitamin B1) 10 mg (909% NRV), 

Niacin (Vitamin B3) 48 mg (300% NRV), 

Pyridoxin (Vitamin B6) 10 mg (714% NRV), 

Folsäure 400 µg (200% NRV), 

Vitamin B12 (Cyanocobalamin) 1000 µg (40.000% NRV). 

NRV = Nährstoffbezugswerte gemäß Verordnung (EU) Nr. 1169/2011. 

Verzehrempfehlung: 

Täglich 1 Kapsel unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit einnehmen. 

Warnhinweis: 

Die angegebene empfohlene tägliche Verzehrmenge darf nicht überschritten werden. 

Hinweise: 

Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung sowie eine gesunde Lebensweise. 

Außerhalb der Reichweite von kleinen Kindern aufbewahren. 

Nicht geeignet für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, Schwangere und Stillende. 

Trocken und nicht über 25 °C lagern. 

Es sind keine deklarationspflichtigen Allergene enthalten. 

Nettofüllmenge: 

40 Kapseln/80 Kapseln

Mindesthaltbarkeitsdatum: 

siehe Verpackung 

Hersteller/Inverkehrbringer: 

ratiopharm GmbH, Graf-Arco-Str. 3, 89079 Ulm, Deutschland

  • Huebner et al. (2009). Axon Regeneration in the Peripheral and Central Nervous Systems. Results And Problems in Cell Differentiation, 305–360. 
  • Akram et al. (2022). Axonal Regeneration: Underlying Molecular Mechanisms and Potential Therapeutic Targets. Biomedicines, 10(12), 3186. 
  • Negrão et al. (2014). Effect of the Combination of Uridine Nucleotides, Folic Acid and Vitamin B12 on the Clinical Expression of Peripheral Neuropathies. Pain Management, 4(3), 191–196. 
  • Wattig et al. (1992). Enhancement of nerve fibre regeneration by nucleotides after peripheral nerve crush damage. Electrophysiologic and morphometric investigations. Arzneimittel-Forschung, 42(9), 1075–1078. 

Verfasst von unserem pharmazeutischen Team

Medical Writer Nawal Thaher

„Pharmazie vereint für mich Wissenschaft und Hilfsbereitschaft. Ich habe mich für diesen Beruf entschieden, weil ich mein wissenschaftliches Interesse gezielt dafür einsetzen möchte, anderen Menschen zu helfen.“

Nawal Thaher ist approbierte Apothekerin und Autorin der apo.com Magazinbeiträge. Mit ihrer pharmazeutischen Expertise stellt sie sicher, dass alle Inhalte wissenschaftlich fundiert und fachlich korrekt aufbereitet sind. Ihr besonderes Anliegen ist es, Menschen mit chronischen Erkrankungen auf Augenhöhe zu begegnen – mit verlässlichen Informationen, Einfühlungsvermögen und dem Anspruch, komplexe Themen verständlich und greifbar zu machen.

Wichtiger Hinweis: Unsere Artikel und Grafiken werden von unserem Expertenteam aus Apotheker:innen überprüft. Grundlage sind stets seriöse Quellen, wissenschaftliche Artikel, Leitlinien und ärztliche Aussagen. Die Inhalte werden in regelmäßigen Abständen aktualisiert und dienen weder der Selbstdiagnose noch ersetzen sie einen Arztbesuch.