In den letzten Jahren hat sich die rückläufige Zahl der Apotheken in Deutschland deutlich bemerkbar gemacht. Aktuelle Berichte deuten darauf hin, dass sich die Anzahl der Apotheken auf einem historischen Tiefstand befindet und zahlreiche Apotheken schließen. Doch was sind die Gründe für dieses Phänomen, das sich auf die Gesundheitsversorgung und in einigen Regionen auch auf den Zugang zu Arzneimitteln auswirkt? In diesem Artikel gehen wir auf die Ursachen für diesen bemerkenswerten Trend, die Auswirkungen des Apothekensterbens in Deutschland auf die Patient:innen und mögliche Lösungen ein.
Aktuelle Lage
Laut neuester Berichte der ABDA (Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände) liegt die Zahl der Apotheken in Deutschland derzeit bei rund 18.000. Diese Entwicklung deutet auf ein besorgniserregendes Phänomen hin – das Apothekensterben – und gibt Anlass zu Bedenken. Besonders auffällig ist die rückläufige Entwicklung der Apothekenzahl im vergangenen Jahr. Allein 2022 schlossen 393 Apotheken, sodass insgesamt nur 18.068 gezählt wurden. Anfang 2023 waren es sogar nur noch 17.939, was die äußerst angespannte Situation der gesamten Pharmabranche verdeutlicht.

Da die Apotheken eine zentrale Rolle in der Gesundheitsversorgung spielen, wirft die rückläufige Zahl der Apotheken wichtige Fragen auf. Angesichts der zunehmenden Alterung der Bevölkerung und der steigenden Zahl chronischer Erkrankungen ist der Zugang zu Apotheken und Arzneimitteln von entscheidender Bedeutung. Apotheken gewährleisten nicht nur die Versorgung mit Arzneimitteln, sondern bieten Patient:innen durch qualifiziertes Apothekenpersonal auch eine kompetente pharmazeutische Beratung.
Warum schließen Apotheken?
Es ist ein Zusammenspiel verschiedener Gründe, das für ein Apothekensterben in Deutschland sorgt:
Ein wichtiger Faktor sind der Personalmangel und die geringe Nachwuchsquote in der Pharmazie, denn das Studium ist anspruchsvoll und der Beruf mit einem hohen Maß an Verantwortung verbunden. Doch spiegelt sich das nicht in der Vergütung wider.
Hinzu kommen finanzielle Herausforderungen wie steigende Kosten für Miete, Personal und Warenbestand, die dazu führen, dass viele Apotheken unter finanziellem Druck stehen. Gleichzeitig ist die Apothekenbranche mit Preisvorgaben und Rabattverträgen der Krankenkassen konfrontiert, die die Margen weiter reduzieren.
Aber auch lange Wartezeiten und die Nichtverfügbarkeit von Arzneimitteln in den Apotheken vor Ort haben einige Kund:innen dazu veranlasst, nach alternativen Lösungen zu suchen. Nicht zuletzt spielen hier auch veränderte Kundenpräferenzen eine wichtige Rolle. In der heutigen Zeit haben sich die Erwartungen und Bedürfnisse der Kund:innen bei der Beschaffung von Arzneimitteln verändert: Sie legen großen Wert auf Bequemlichkeit und Schnelligkeit, wenn es darum geht, ihre Medikamente zu erhalten, und entscheiden sich daher zunehmend für Online-Dienste.
Welche Auswirkungen hat das Apothekensterben in Deutschland auf Patient:innen?
Die rückläufige Zahl der Apotheken wirkt sich unmittelbar auf die Arzneimittelversorgung der Patient:innen aus. In ländlichen Gebieten wird das Apothekenangebot immer spärlicher, was dazu führt, dass die nächstgelegene Apotheke oftmals weiter entfernt ist. Für die dortigen Bewohner:innen bedeutet dies längere Fahrten, um ihre notwendige Versorgung mit Medikamenten sicherzustellen.
Durch das Apothekensterben in Deutschland verbleiben rund 18.000 Apotheken. Diese müssen immer mehr Menschen beraten und versorgen, denn täglich werden rund 3 Millionen Patient:innen in öffentlichen Apotheken betreut. Während die Zahl der Apotheken stetig abnimmt, wächst gleichzeitig die Zahl der zu versorgenden Patient:innen. Aktuell gibt es in Deutschland eine Apothekendichte von 22 Apotheken pro 100.000 Einwohner:innen. Im europäischen Durchschnitt liegt diese bei 32 Apotheken. Die daraus resultierende erhöhte Arbeitsbelastung kann zu Zeitmangel und einer potenziell reduzierten Versorgungsqualität führen, da die Apothekerinnen und Apotheker unter ständigem Zeitdruck stehen und nur wenig Zeit für die individuelle Beratung und Betreuung der Kund:innen haben.
Alternative Lösungen: Ergänzung zur lokalen Apothekenversorgung
Online-Apotheken sind eine sinnvolle Ergänzung der Apothekenversorgung vor Ort, insbesondere in Gebieten mit geringer Apothekendichte oder außerhalb der regulären Öffnungszeiten. Die Möglichkeit, rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr Medikamente zu bestellen und pharmazeutische Beratung online zu erhalten, trägt dazu bei, die Versorgung mit Medikamenten in Gebieten mit geringer Apothekendichte zu gewährleisten.
Gut zu wissen
Sie möchten Ihre Medikamente an einem Feiertag bzw. nach Ladenschluss kaufen oder haben keine Apotheke in Ihrer Nähe? In unserer Online-Apotheke bieten wir eine große Auswahl an rezeptfreien Medikamenten zu günstigen Preisen. Darüber hinaus erhalten sie auf apo.com auch verschreibungspflichtige Medikamente durch einfaches Einlösen Ihres Rezepts oder e-Rezepts sogar versandkostenfrei.
- Bundesweiter Apotheken-Protesttag | ABDA. (o. D.). App Title. https://www.abda.de/themen/bundesweiter-apotheken-protesttag/
- https://newsroom.apobank.de/pressreleases/apobank-studie-generationswechsel-in-den-heilberufen-wie-kann-das-gut-gelingen-3038234
- Gehalt-Arbeitszeit. (o. D.). https://www.apobank.de/wissen-news/karrierekompass-heilberufler/apotheker/gehalt-arbeitszeit
- https://newsroom.apobank.de/pressreleases/neue-apobank-studie-niederlassung-oder-anstellung-bei-der-work-life-balance-scheiden-sich-die-geister-3212265
- Apotheken-Protesttag setzt starkes Zeichen gegen die Untätigkeit der Gesundheitspolitik. (o. D.). App Title. https://www.abda.de/aktuelles-und-presse/pressemitteilungen/detail/apotheken-protesttag-setzt-starkes-zeichen-gegen-die-untaetigkeit-der-gesundheitspolitik/
- ApothekenWirtschaftsbericht: Weniger Apotheken, geringeres Betriebsergebnis, mehr Honorarbedarf. (o. D.). App Title. https://www.abda.de/aktuelles-und-presse/pressemitteilungen/detail/apothekenwirtschaftsbericht-weniger-apotheken-geringeres-betriebsergebnis-mehr-honorarbedarf/
- Jahrbuch „Die Apotheke: Zahlen, Daten, Fakten 2023“ beleuchtet Lieferengpässe, Impfungen und Honorar. (2023, 6. Juli). App Title. https://www.abda.de/aktuelles-und-presse/pressemitteilungen/detail/jahrbuch-die-apotheke-zahlen-daten-fakten-2023-beleuchtet-lieferengpaesse-impfungen-und-honorar/
- ABDA / Zahl der Apotheken nur noch knapp ber 18.000 – Pressemitteilung – kkdirekt.de. (o. D.). https://www.krankenkassen-direkt.de/news/pr/mitteilung.pl?id=3493824&cb=7857780116
- https://www.abda.de/fileadmin/user_upload/assets/ZDF/ZDF22/ABDA_ZDF_2022_Broschuere.pdf
- https://www.abda.de/fileadmin/user_upload/assets/ZDF/ZDF-2023/ABDA_ZDF_2023_Broschuere.pdf
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„An der Pharmazie fasziniert mich am meisten, wie alles zusammenspielt. Von Zusammenhängen im Stoffwechsel hin zur Einnahme von Medikamenten. Wer sich damit auskennt, kann sein Leben positiv beeinflussen.“
Felix Hoffmann lebt für die Pharmazie und bringt eine große Expertise in der Beratung mit. Mit seinem fundierten Wissen garantiert er die hohen Qualitätsstandards der pharmazeutischen Inhalte auf apo.com.
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