Manchmal gibt der Körper uns leise Hinweise, die wir leicht übersehen – Schmerzen, die nicht verschwinden, Gelenke, die sich morgens kaum bewegen lassen. Wenn diese Symptome Sie länger begleiten, könnte es sich um mehr als nur altersbedingte Beschwerden oder Fehlhaltungen handeln. Erfahren Sie in unserem Beitrag, welche Anzeichen auf Rheuma hindeuten können, wie Sie diese mithilfe eines Rheuma-Selbsttests identifizieren und ob eine ärztliche Untersuchung ratsam ist. 

Das Wichtigste in Kürze

  • Die rheumatoide Arthritis – eine der häufigsten Arten von Rheuma – betrifft Frauen dreimal häufiger als Männer, vor allem ab 40 Jahren. 
  • Typische Symptome sind Gelenkschmerzen, morgendliche Steifheit und Erschöpfung. 
  • Ein Rheuma-Selbsttest kann helfen, erste Anzeichen einer rheumatischen Erkrankung zu erkennen. 
  • Rheuma-Schnelltests aus der Apotheke können Entzündungen im Körper messen und als weitere Orientierungshilfe dienen. 
  • Bei Verdacht auf Rheuma ist eine frühzeitige ärztliche Diagnose wichtig, um rechtzeitig mit der passenden Behandlung zu beginnen. 

Rheuma-Selbsttest: Sind Sie gefährdet? 

Unter dem Begriff ‚Rheuma‘ wird häufig die rheumatoide Arthritis verstanden – eine der bekanntesten und häufigsten Formen rheumatischer Erkrankungen. Frauen sind dreimal häufiger betroffen als Männer, besonders ab einem Alter von über 40 Jahren. Typische Symptome sind Schmerzen, Schwellungen und morgendliche Steifheit der Gelenke, die besonders nachts und am Morgen intensiver werden und durch Bewegung gelindert werden können. Rheuma zeigt sich in verschiedenen Formen und mit unterschiedlichen Symptomen. Je früher Sie diese erkennen, desto eher können Sie aktiv Maßnahmen ergreifen, um Ihre Lebensqualität zu verbessern. 

Test auf Rheuma-Symptome: Prüfen Sie Ihr Risiko 

Haben Sie Gelenkbeschwerden, die nicht verschwinden? Ein einfacher Rheuma-Selbsttest kann Ihnen helfen, herauszufinden, ob eine rheumatische Erkrankung vorliegen könnte.  

Wenn Sie fünf oder mehr dieser Fragen mit „Ja“ beantworten, besteht ein erhöhtes Risiko für eine rheumatische Erkrankung. In diesem Fall sollten Sie eine ärztliche Untersuchung in Betracht ziehen: 

  • Sind Sie weiblich? 
  • Sind Sie über 40 Jahre alt? 
  • Haben Sie seit mehr als sechs Wochen Schmerzen und Schwellungen an Ihren Fingern, Zehen oder anderen Gelenken? 
  • Sind Ihre Gelenke morgens mindestens eine Stunde lang steif, sodass alltägliche Bewegungen wie Greifen erschwert sind? 
  • Sind die Schmerzen nachts und morgens besonders stark und verbessern sich, wenn Sie sich bewegen? 
  • Fühlen Sie sich häufig müde und erschöpft, obwohl Sie ausreichend schlafen? 
  • Sind Ihre Gelenke häufig warm und fühlen sich überwärmt an? 
  • Gibt es in Ihrer Familie Fälle von rheumatoider Arthritis? 
  • Haben Sie gummiartige Knötchen unter der Haut im Bereich Ihrer Gelenke, zum Beispiel an den Fingern, Ellenbogen oder Füßen? 
  • Bestehen die Schwellungen in Ihren Gelenken seit mehr als drei Monaten? 

Was bedeuten die Ergebnisse? 

Wenn Sie mindestens fünf der oben genannten Fragen mit „Ja“ beantwortet haben, besteht die Möglichkeit, dass Sie von einer rheumatoiden Arthritis betroffen sind. Diese Erkrankung ist eine entzündliche Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem fälschlicherweise das eigene Gewebe angreift, insbesondere die Gelenke. Es ist wichtig, diese Symptome ernst zu nehmen und ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, um eine genaue Diagnose zu stellen. 

Gut zu wissen

Sollten Sie Ihr Rheuma-Risiko testen wollen, gibt es Rheuma-Schnelltests aus der Apotheke, die Sie bequem zu Hause anwenden können. Diese sogenannten CRP-Tests (C-reaktives Protein) messen eine erhöhte Entzündungsaktivität im Körper. Ein erhöhter CRP-Wert zeigt an, dass eine Entzündung vorliegt, was in Kombination mit typischen Symptomen auf ein erhöhtes Risiko für Rheuma hinweisen kann. Allerdings steht nicht jede Entzündung zwingend im Zusammenhang mit Rheuma – der Test ist daher eine Orientierungshilfe und sollte immer zusammen mit Ihren Beschwerden betrachtet werden. 

Was sollten Sie tun, wenn Sie Symptome bei sich feststellen? 

Rheuma kann unbehandelt zu einer fortschreitenden Schädigung der Gelenke führen, was langfristig die Beweglichkeit einschränken kann. Doch je früher eine rheumatische Erkrankung diagnostiziert wird, desto besser sind die Aussichten, die Symptome zu lindern und die Lebensqualität zu erhalten. Eine Ärztin oder ein Arzt kann mithilfe von Bluttests, bildgebenden Verfahren und einer ausführlichen Untersuchung feststellen, ob eine rheumatoide Arthritis vorliegt. Vereinbaren Sie daher frühzeitig einen Arzttermin, wenn Sie Symptome bemerken.  

Fazit: Vertrauen Sie auf Ihr Körpergefühl 

Ein Rheuma-Selbsttest soll Ihnen helfen, erste Anzeichen zu erkennen, ersetzt jedoch keine Diagnose. Lassen Sie sich bei Verdacht ärztlich untersuchen. Rheumatoide Arthritis ist zwar eine chronische Erkrankung, doch dank moderner Behandlungsmethoden und einer entsprechenden Therapie können viele Betroffene ein weitgehend normales Leben führen. 

Geprüft durch unser pharmazeutisches Team

Felix Hoffman, pharmazeutischer Experte

„An der Pharmazie fasziniert mich am meisten, wie alles zusammenspielt. Von Zusammenhängen im Stoffwechsel hin zur Einnahme von Medikamenten. Wer sich damit auskennt, kann sein Leben positiv beeinflussen.“ 

Felix Hoffmann lebt für die Pharmazie und bringt eine große Expertise in der Beratung mit. Mit seinem fundierten Wissen garantiert er die hohen Qualitätsstandards der pharmazeutischen Inhalte auf apo.com. 

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