Gender Health Gap bei chronischen Erkrankungen: Whitepaper zeigt Unterschiede in der Versorgung
Chronische Erkrankungen begleiten viele Menschen über Jahre hinweg – doch Frauen und Männer erleben medizinische Versorgung oft unterschiedlich. Wir haben untersucht, wie sich dieser sogenannte Gender Health Gap bei chronischen Erkrankungen in Deutschland zeigt.
Neue Studie der apo.com Group: Unsere Befragung von 2.000 Menschen mit chronischen Erkrankungen deckt auf, wo Frauen im Versorgungsalltag häufiger Belastungen erleben – und welche Verbesserungen möglich sind.
Warum chronische Erkrankungen Frauen und Männer unterschiedlich betreffen
Chronische Erkrankungen begleiten viele Menschen über Jahre hinweg und beeinflussen den Alltag, die Lebensqualität und die medizinische Versorgung nachhaltig. Studien zeigen jedoch zunehmend, dass Frauen und Männer gesundheitliche Versorgung häufig unterschiedlich erleben – von der Diagnose über die Therapie bis hin zum Zugang zu Informationen.
Diese Unterschiede werden unter dem Begriff Gender Health Gap zusammengefasst. Er beschreibt geschlechtsspezifische Unterschiede in der medizinischen Versorgung, der Wahrnehmung von Symptomen sowie im Zugang zu gesundheitlichen Informationen und Unterstützungsangeboten.
Besonders bei chronischen Erkrankungen können solche Unterschiede eine große Rolle spielen. Betroffene müssen ihre Erkrankung oft über viele Jahre aktiv begleiten, Therapieentscheidungen treffen und Informationen zu Behandlungsmöglichkeiten oder Selbstmanagement finden.
Um besser zu verstehen, wie sich diese Unterschiede im Alltag von Menschen mit chronischen Erkrankungen zeigen, hat die apo.com Group erstmals eine eigene Studie durchgeführt.
Ergebnisse der apo.com-Studie zum Gender Health Gap
Die Befragung von 2.000 Menschen mit chronischen Erkrankungen, die die apo.com Group gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut INNOFACT durchgeführt hat, zeigt deutliche Unterschiede im Informationsbedarf zwischen Frauen und Männern.
Besonders deutlich werden diese Unterschiede bei Themen, die den Alltag mit einer chronischen Erkrankung unmittelbar betreffen. Frauen wünschen sich häufiger Informationen zu unterstützenden Angeboten, zum Umgang mit Belastungen und zu Möglichkeiten, ihre Erkrankung selbstbestimmt zu begleiten.
Zu den Bereichen mit den größten Unterschieden im Informationsbedarf gehören:
- Umgang mit Krankheitsschüben oder Verschlechterungen
- Patientenrechte und Unterstützung im Gesundheitssystem
- Selbstmanagement-Strategien für den Alltag mit chronischer Erkrankung
- Stressbewältigung und Entspannungstechniken
- Psychologische Beratung oder Therapieangebote
Weitere Ergebnisse der apo.com-Studie zum Gender Health Gap
Neben dem Informationsbedarf zeigt die Studie der apo.com Group auch deutliche Unterschiede im Krankheitsverlauf und in den Belastungen, die chronisch erkrankte Frauen und Männer im Versorgungsalltag erleben.
Während Frauen häufiger von schubweisen Krankheitsverläufen berichten, zeigen sich im Alltag auch Unterschiede bei emotionalen Belastungen, Schmerzen oder beim Zugang zu Facharztterminen.
Was bedeutet Gender Health Gap?
Der Gender Health Gap beschreibt Unterschiede zwischen Frauen und Männern in medizinischer Forschung, Diagnose und Versorgung. Diese Unterschiede können dazu führen, dass Symptome später erkannt werden oder Therapien weniger passgenau sind.
Viele Studien und Behandlungsleitlinien basieren historisch stärker auf männlichen Patientendaten, wodurch geschlechtsspezifische Unterschiede teilweise unzureichend berücksichtigt werden. Es entsteht eine Versorgungslücke.
Besonders bei chronischen Erkrankungen können solche Unterschiede eine große Rolle spielen. Betroffene müssen ihre Erkrankung oft über viele Jahre hinweg begleiten, Entscheidungen über Therapien treffen und sich regelmäßig über neue Behandlungsmöglichkeiten informieren.
Ein besseres Verständnis dieser Unterschiede kann helfen, Versorgung gezielter zu verbessern und Betroffene im Alltag stärker zu unterstützen.
Digitale Unterstützung für Menschen mit chronischen Erkrankungen
Chronische Erkrankungen begleiten viele Menschen über Jahre hinweg. Neben der medizinischen Behandlung spielen verständliche Informationen, eine gute Organisation der Medikation und niedrigschwellige Beratung eine wichtige Rolle im Alltag.
Digitale Gesundheitsangebote können dabei helfen, Therapien besser zu organisieren, Informationen schneller verfügbar zu machen und Fragen zu Medikamenten oder Wechselwirkungen unkompliziert zu klären.
apo.com bietet dafür verschiedene Services rund um Medikamente, Beratung und digitale Unterstützung im Alltag:
Whitepaper zum Gender Health Gap herunterladen
Das Whitepaper der apo.com Group fasst die wichtigsten Ergebnisse der Befragung von 2.000 Menschen mit chronischen Erkrankungen zusammen und zeigt, in welchen Bereichen Frauen und Männer gesundheitliche Versorgung unterschiedlich erleben.
Im Whitepaper erfahren Sie unter anderem:
- welche Unterschiede im Informationsbedarf von Frauen und Männern bestehen
- welche Belastungen chronisch erkrankte Frauen im Alltag häufiger erleben
- welche Themen für Betroffene besonders relevant sind
- welche Ansätze helfen können, Versorgung und Unterstützung zu verbessern
Weitere Inhalte zum Thema Gesundheit und Versorgung:
Häufige Fragen zum Gender Health Gap
Der Begriff Gender Health Gap beschreibt Unterschiede zwischen Frauen und Männern in medizinischer Forschung, Diagnostik und Versorgung. Diese Unterschiede können dazu führen, dass Symptome unterschiedlich bewertet werden oder Therapien nicht immer optimal auf beide Geschlechter abgestimmt sind.
Chronische Erkrankungen begleiten Betroffene oft über viele Jahre. Unterschiede in Diagnose, Therapie oder Informationsangeboten können sich deshalb besonders deutlich auf den Alltag und die langfristige Versorgung auswirken.
Studien zeigen, dass Frauen häufiger über Belastungen im Versorgungsalltag berichten – etwa bei Schmerzen, emotionaler Belastung oder beim Zugang zu Facharztterminen. Männer berichten dagegen häufiger über stabilere Krankheitsverläufe.
Digitale Gesundheitsangebote können helfen, Informationen schneller zugänglich zu machen, Therapien besser zu organisieren und Beratungsangebote niedrigschwellig bereitzustellen. Dazu gehören beispielsweise digitale Rezeptservices, Medikationsanalysen oder pharmazeutische Beratung.
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