Produkthinweis

  • nur Original-Markenmedikamente
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PZN: 07507110
Hersteller: INFECTOPHARM Arzn.u.Consilium GmbH
Grundpreis 593,40€/1 l
Darreichung Pulver zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen

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Produktdetails

Anwendungsgebiet

  • Dies ist ein Arzneimittel zur Behandlung verschiedener Infektionen. Der Wirkstoff ist Erythromycin.
  • Es wird angewendet bei Infektionen, die durch Erythromycin-empfindliche Krankheitserreger verursacht werden und einer oralen Behandlung zugänglich sind:

    • Entzündungen der tiefen Atemwege:
    • Akute bakteriell bedingte Verschlechterung einer chronischen Entzündung der Bronchien
    • Entzündungen der Lunge, insbesondere spezielle Formen der Lungenentzündung durch sogenannte atypische Erreger
    • Behandlung und Vorbeugung von Keuchhusten
    • Infektionen des Hals-, Nasen- und Ohrenbereichs: Akute bakterielle Entzündungen des Mittelohres, der Nasennebenhöhlen, des Rachenraumes* und der Rachenmandeln*
    • Entzündung der Haut im Bereich der Talgdrüsen (schwere Formen der Akne vulgaris)
    • Wundrose (Erysipel)*
    • Scharlach*
    • Bestimmte Formen der Bindehautentzündung (Einschlusskörperchen-Konjunktivitis) und Körnerkrankheit (Trachom)
    • Diphtherie (auch zur Sanierung von Diphtheriebakterienträgern oder -ausscheidern)

  • * als Alternative zu Penicillin bei Penicillinallergie

Wirkstoffe / Inhaltsstoffe / Zutaten

575.75 mg Erythromycin estolat
400 mg Erythromycin
Carmellose, Natriumsalz Hilfstoff (+)
Cochenillerot A Hilfstoff (+)
Macrogol 6000 Hilfstoff (+)
Natrium cyclamat Hilfstoff (+)
1.4 g Saccharose Hilfstoff (+)
Silicium dioxid, hochdispers Hilfstoff (+)
Methyl 4-hydroxybenzoat Hilfstoff (+)
Propyl 4-hydroxybenzoat Hilfstoff (+)
23 mg Gesamt Natrium Ion Hilfstoff (+)
Gesamt Natrium Ion Hilfstoff (+)
Grenadine Aroma Hilfstoff (+)

Gegenanzeigen

  • Mit der Anrede „Sie" ist im Folgenden der behandelte Patient gemeint, also z. B. Ihr Kind, das Das Arzneimittel erhalten soll.
  • Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden,

    • wenn Sie bereits früher mit Erythromycin oder mit verwandten Wirkstoffen (Makrolide, Ketolide) behandelt wurden und dabei Überempfindlichkeitsreaktionen auftraten.
    • wenn Sie allergisch gegen einen der sonstigen Bestandteile von dem Präparat sind.
    • wenn Sie unter einer starken Beeinträchtigung der Leberfunktion leiden.
    • wenn Sie ungewöhnlich niedrige Kalium- oder Magnesiumwerte im Blut aufweisen (Hypomagnesiämie oder Hypokaliämie)
    • wenn Sie oder jemand in Ihrer Familie Herzrhythmusstörungen hat (ventrikuläre Arrhythmie oder Torsade de Pointes) oder eine Abnormalität im Elektrokardiogramm (elektrische Aufzeichnung des Herzens) mit der Bezeichnung „Long-QT-Syndrom" aufweist
    • bei schwerer Herzschwäche (NYHA IV)
    • bei gleichzeitiger Einnahme bestimmter anderer Arzneimittel: Es ist sehr wichtig, dass Sie bestimmte Arzneimittel nicht zusammen mit dem Arzneimittel einnehmen, da es sonst zu schwerwiegenden Gesundheitsstörungen kommen kann. Eine Liste dieser Arzneimittel finden Sie in Kategorie „Wechselwirkungen". Lesen Sie unbedingt diesen Abschnitt aufmerksam durch, bevor Sie mit der Einnahme von dem Präparat beginnen.

Dosierung

  • Nehmen Sie dieses Arzneimittel immer genau nach Absprache mit Ihrem Arzt ein. Fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht sicher sind.
  • Die folgenden Angaben gelten, soweit Ihnen Ihr Arzt das Arzneimittel nicht anders verordnet hat. Bitte halten Sie sich an die Anwendungsvorschriften, da es sonst nicht richtig wirken kann.
  • Dosierung

    • Die übliche Tagesdosis für Säuglinge und Kinder beträgt 30 (-50) mg Erythromycin pro kg Körpergewicht.
    • Die Gesamttagesdosis sollte auf zwei Einzelgaben (morgens und abends) verteilt werden.
    • Es empfiehlt sich, wie folgt zu dosieren:

      • Säuglinge und Kleinkinder

        • Körpergewicht: 7,5-12,5 kg
        • Tagesdosis: 2 x täglich 2,5 ml
        • Einzeldosis: 2,5 ml

      • Kinder

        • Körpergewicht: 12,5-17,5 kg

          • Tagesdosis: 2 x täglich 3,75 ml
          • Einzeldosis: 3,75 ml

        • Körpergewicht: 17,5-25 kg

          • 2 x täglich 5 ml
          • Einzeldosis: 5 ml

        • Körpergewicht: 25-35 kg

          • Tagesdosis: 2 x täglich 7,5 ml
          • Einzeldosis: 7,5 ml

      • Jugendliche und Erwachsene

        • Körpergewicht: über 35 kg
        • Tagesdosis: 2 x täglich 10 ml
        • Einzeldosis: 10 ml

    • Die maximale Tagesdosis beträgt für Jugendliche und Erwachsene 4 g Erythromycin.
    • Hinweise zur Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion

      • Bei Patienten mit mäßiger Einschränkung der Nierenfunktion (ab einem Kreatininwert von 2 mg/dl) bis zum Nierenversagen mit völlig gehemmter Harnproduktion (Anurie) sollte eine Tagesmaximaldosis von 2 g Erythromycin, entsprechend 25 ml Saft für Jugendliche über 14 Jahre und Erwachsene (mit einem Körpergewicht von über 50 kg), nicht überschritten werden.
      • Erythromycin wird durch Hämodialyse (Blutwäsche) nicht aus dem Blut entfernt. Bei Patienten, die regelmäßig dialysiert werden, ist eine zusätzliche Dosis daher nicht erforderlich.

 

  • Dauer der Anwendung

    • Die Dauer der Behandlung wird von Ihrem Arzt festgelegt. Bei bakteriellen Infektionskrankheiten richtet sich die Behandlungsdauer nach dem Verlauf der Erkrankung. Normalerweise ist eine Behandlungsdauer von 7-8 Tagen ausreichend. Im Interesse eines nachhaltigen Behandlungserfolges sollte das Arzneimittel auch nach Abklingen der Krankheitserscheinungen unbedingt noch 2-3 Tage länger eingenommen werden.
    • Bei der Behandlung von Mandel- und Rachenentzündungen, Wundrose oder Scharlach (Infektionen durch Streptococcus pyogenes) ist aus Vorsorglichkeit eine Mindestbehandlungsdauer von 10 Tagen angezeigt, um Spätfolgen wie bestimmten chronischen Gelenk-, Herz- und Nierenerkrankungen vorzubeugen.
    • Eine länger dauernde Behandlung mit Erythromycin oder Wiederholungsbehandlungen sollten nur nach strenger Prüfung von Nutzen und Risiko und unter fortlaufender Überwachung durch Ihren Arzt erfolgen.

 

  • Wenn Sie eine größere Menge eingenommen haben, als Sie sollten

    • Bei einer geringen Überdosierung ist kaum mit Vergiftungserscheinungen zu rechnen. Es können Magen-Darm-Störungen in Form von Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Blähungen, weichen Stühlen oder Durchfall sowie Hörverluste und Tinnitus (Ohrensausen) auftreten.
    • Berichte über Vergiftungsfälle mit Erythromycin liegen bisher nicht vor.
    • Verständigen Sie bei Verdacht auf eine Überdosierung dennoch einen Arzt, damit dieser über das weitere Vorgehen entscheiden kann. Er wird sich bei der Behandlung einer Überdosierung am Krankheitsbild orientieren und entsprechende Gegenmaßnahmen ergreifen.

 

  • Wenn Sie die Einnahme vergessen haben

    • Nehmen Sie nicht die doppelte Menge ein, wenn Sie die vorherige Einnahme vergessen haben.
    • Wenn Sie Ihr Versehen noch am gleichen Tag bemerken, nehmen Sie die zu wenig eingenommene Arzneimenge noch am selben Tag nachträglich ein.
    • Bemerken Sie Ihr Versehen erst am nächsten Tag, so nehmen Sie nicht mehr von dem Arzneimittel ein als verordnet, sondern setzen die Einnahme der gleichen Menge wie verordnet fort. Es kann erforderlich sein, die Behandlung dann um einen Tag zu verlängern.
    • Sprechen Sie in solch einem Fall bitte mit Ihrem Arzt. Ein Gespräch mit Ihrem Arzt sollten Sie auch führen, wenn Sie mehrfach die Einnahme vergessen oder zu wenig eingenommen haben.

 

  • Wenn Sie die Einnahme abbrechen

    • Wenn Sie die Behandlung vorzeitig beenden oder sie zeitweise unterbrechen, gefährden Sie den Behandlungserfolg.
    • Selbst bei einer spürbaren Besserung Ihres Befindens ist die Behandlung mit dem Präparat unbedingt zu Ende zu führen, da nur so eine vollständige Beseitigung der Krankheitserreger gewährleistet ist. Sprechen Sie daher auf jeden Fall mit Ihrem Arzt, bevor Sie eigenmächtig die Behandlung mit dem Arzneimittel unterbrechen oder vorzeitig beenden.

 

  • Wenn Sie weitere Fragen zur Einnahme dieses Arzneimittels haben, wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Einnahme

  • Verwenden Sie zur Anwendung dieses Arzneimittels die beiliegende Dosierspritze.
  • Zum Einnehmen
  • Bereiten Sie den Saft wie nachfolgend beschrieben zu und nehmen Sie die verordnete Dosis ein.
  • Anleitung zur Herstellung der Suspension

    • 1. Schütteln Sie das Pulver vor dem Öffnen der Flasche kurz auf.
    • 2. Öffnen Sie die Flasche. Drücken Sie dazu von oben fest auf den kindersicheren Verschluss und drehen Sie ihn gleichzeitig in Pfeilrichtung.
    • 3. Füllen Sie langsam frisches, kühles Leitungswasser bis zur Markierungsrille im Glas in die Flasche ein.
    • 4. Verschließen Sie die Flasche wieder und schütteln Sie kräftig, bis das Pulver fein verteilt ist.
    • 5. Sobald der Flüssigkeitsspiegel wieder etwas unter die Markierungsrille abgefallen ist, füllen Sie bitte nochmals Wasser nach, bis die Flüssigkeit wieder an der Markierungsrille im Glas steht.
    • 6. Drücken Sie den beiliegenden gelochten Stopfen (Adapter) in den Flaschenhals. Der Stopfen verbindet die Dosierspritze mit der Flasche und verbleibt im Flaschenhals.
    • 7. Verschließen Sie die Flasche und schütteln Sie nochmals kräftig. Nun ist die Suspension gebrauchsfertig (siehe nächster Abschnitt).
    • 8. Saft im Kühlschrank aufbewahren und vor jedem Gebrauch schütteln.
    • Das Pulver darf nicht mit anderen Flüssigkeiten als Wasser gemischt werden. Dies gilt insbesondere auch für Grapefruitsaft.

  • Entnahme der Suspension mit der Dosierspritze

    • 1. Schütteln Sie unmittelbar vor jeder Entnahme die Flasche.
    • 2. Öffnen Sie die Flasche. Drücken Sie dazu von oben fest auf den kindersicheren Verschluss und drehen Sie ihn gleichzeitig in Pfeilrichtung.
    • 3. Stecken Sie die Dosierspritze fest in die Öffnung des Stopfens.
    • 4. Drehen Sie die Flasche auf den Kopf und ziehen Sie den Kolben der Spritze langsam bis zur erforderlichen Menge heraus. Zeigen sich Luftblasen in der aufgezogenen Suspension, dann drücken Sie die Suspension zurück in die Flasche und ziehen Sie nochmals die gewünschte Menge in die Spritze auf.
    • 5. Drehen Sie die Flasche wieder um und entnehmen Sie die Spritze unter vorsichtigem Hin- und Herdrehen aus dem Flaschenhals.
    • 6. Jetzt können Sie die erforderliche Menge Suspension mit Hilfe der Dosierspritze durch langsames Hineindrücken des Kolbens direkt in den Mund des Kindes verabreichen. Wiederholen Sie gegebenenfalls die Schritte 3-6, um die gewünschte Dosis zu verabreichen.
    • 7. Danach ist die Flasche wieder zu verschließen.
    • 8. Nach jedem Gebrauch ist die Dosierspritze mit Leitungswasser gut zu spülen. Nehmen Sie hierfür die beiden Teile der Spritze auseinander und lassen Sie die Teile anschließend an der Luft trocknen.

Patientenhinweise

  • Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

    • Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, bevor Sie das Arzneimittel einnehmen, wenn einer der folgenden Hinweise für Sie zutrifft:

      • Herzrhythmusstörungen

        • Das Arzneimittel kann vorübergehend eine bestimmte Veränderung des EKGs verursachen, die sehr selten zu einer lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörung führen kann. Wenn Sie eine Frau oder ein älterer Patient sind, sind Sie möglicherweise empfindlicher für EKG-Veränderungen.
        • Wenn Sie Herzprobleme haben, sprechen Sie bitte mit Ihrem Arzt, bevor Sie das Arzneimittel anwenden, da dies das Risiko für Herzrhythmusstörungen erhöhen kann.
        • Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, von denen bekannt ist, dass sie zu schweren Störungen des Herzrhythmus führen können.
        • Treten unter der Behandlung Symptome wie Herzklopfen oder Herzrasen, Schwindel oder kurze Bewusstlosigkeit auf, die Zeichen von Herzrhythmusstörungen sein können, suchen Sie bitte umgehend Ihren Arzt auf, der entsprechende Untersuchungen (z. B. EKG und Bestimmung des QTc-Intervalls) durchführen wird.
        • Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn bei Ihnen Risikofaktoren für Störungen des Salz-/Wasserhaushaltes (Elektrolytstörungen) vorliegen. Dazu gehören die Einnahme von Arzneimitteln zur Entwässerung (Diuretika), die Einnahme von Abführmitteln, Erbrechen, Durchfall, die Anwendung von Insulin in Notfallsituationen, Nierenerkrankungen oder Mangelernährung. Ihr Arzt wird dann, falls erforderlich, geeignete Untersuchungen und eine entsprechende Behandlung veranlassen.

      • Allergische Reaktionen

        • Überempfindlichkeit und allergische Reaktionen (z. B. Hautausschlag) können schon nach der ersten Anwendung von dem Arzneimittel auftreten. Schwere allergische Sofortreaktionen mit Gesichts-, Gefäß- und Kehlkopfschwellungen und Atemnot können sich sehr selten bis hin zum lebensbedrohlichen Schock entwickeln. In diesen Fällen muss das Arzneimittel sofort abgesetzt und eine ärztliche oder notärztliche Behandlung (z. B. Schockbehandlung) begonnen werden.

      • Erbrechen und Durchfall

        • Dieses Arzneimittel kann zu Erbrechen und Durchfall führen. In diesem Fall
          kann die Wirksamkeit von diesem und/oder anderen von Ihnen eingenommenen Arzneimitteln (wie z. B. der so genannten „Pille") beeinträchtigt werden. Fragen Sie hierzu bei Bedarf Ihren Arzt oder Apotheker.

      • Schwere Durchfälle

        • Bei Auftreten von schweren, anhaltenden, manchmal blutig-schleimigen Durchfällen und krampfartigen Bauchschmerzen während oder bis zu 10 Wochen nach der Behandlung suchen Sie bitte umgehend Ihren Arzt auf, weil sich dahinter eine ernst zu nehmende schwere Schleimhautentzündung des Darmes (pseudomembranöse Enterokolitis) verbergen kann, die sofort behandelt werden muss. Arzneimittel, die die Darmbewegung hemmen, dürfen nicht eingenommen werden.

      • Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion/Leberschäden

        • Das Arzneimittel darf bei Erkrankungen der Leber nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung angewendet werden.
        • Bitte informieren Sie Ihren Arzt, wenn bei Ihnen Leberfunktionsstörungen vorliegen oder früher einmal vorlagen. Bestimmte Erkrankungen der Leber wurden als Nebenwirkung beobachtet. Brechen Sie die Behandlung ab und suchen Sie einen Arzt auf, wenn sich Anzeichen einer Lebererkrankung wie Appetitlosigkeit, Gelbsucht, Dunkelfärbung des Urins, Juckreiz oder Druckempfindlichkeit des Bauches entwickeln.
        • Selten kann es zu einem Gallenstau in der Leber oder zu einer Gelbsucht kommen. Ein Gallenstau kann u. a. kolikartige Leibschmerzen, Brechreiz, Erbrechen, Hautreaktionen wie Nesselsucht, Fieber und Bauchkrämpfe sowie Veränderungen des Blutbilds (Eosinophilie) verursachen.
        • Diese Reaktionen können schon bei Erstanwendung auftreten. Die Gefahr des Auftretens steigt bei schon vorher bestehender Leberschädigung, durch eine wiederholte Anwendung, bei Allergikern bzw. bei einer länger als 10 Tage andauernden Behandlung.

      • Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion

        • Zur Anwendung und Dosierung bei eingeschränkter Nierenfunktion siehe Kategorie "Dosierung".

      • Entzündungen der Lunge (Pneumonie)

        • Bei der nicht im Krankenhaus erworbenen Lungenentzündung ist das Arzneimittel wegen der häufigen Unempfindlichkeit (Resistenz) des Haupterregers nicht das Mittel der Wahl. Bei im Krankenhaus erworbenen Lungenentzündungen sollte das Arzneimittel nur in Kombination mit anderen Antibiotika verwendet werden. Fragen Sie hierzu bei Bedarf Ihren Arzt.

      • Anwendung bei Säuglingen und Kleinkindern

        • Bei Säuglingen und Kleinkindern sollte der empfohlene Dosisbereich, abhängig vom Krankheitsbild und -verlauf, genau eingehalten werden, damit keine Leberschädigung durch eine Überdosierung auftreten kann.
        • Bei Säuglingen, die in den ersten Lebenswochen mit dem Präparat behandelt werden, kann es zu einer Einengung des Magenausgangs (Pylorusstenose) kommen. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt über die Anzeichen einer Pylorusstenose informieren.

      • Langzeitanwendung oder Verwendung hoher Dosen

        • Bei einer Behandlungsdauer länger als 3 Wochen wird eine regelmäßige Kontrolle des Blutbildes sowie der Leber- und Nierenfunktionswerte empfohlen.
        • Eine längerfristige und/oder wiederholte Anwendung kann zu einer Neu- oder Zweitinfektion mit Erythromycin-unempfindlichen (resistenten) Bakterien oder Sprosspilzen führen.
        • Auf Zeichen einer möglichen Folgeinfektion mit solchen Erregern ist zu achten (Pilzbefall der Schleimhäute mit Rötung und weißlichen Belägen der Schleimhäute). Folgeinfektionen müssen entsprechend behandelt werden.

      • Einfluss auf Laboruntersuchungen

        • Das Arzneimittel kann die Katecholamin-Bestimmung (Bestimmung bestimmter Hormone) im Urin verfälschen.

    • Informieren Sie Ihren Arzt,

      • wenn die Durchblutung Ihres Herzmuskels beeinträchtigt ist. Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie das Arzneimittel anwenden, da dies das Risiko für Herzrhythmusstörungen erhöhen kann.
      • wenn Sie an Myasthenia gravis leiden, einer seltenen Erkrankung, die eine Muskelschwäche verursacht.
      • wenn Sie unter der Behandlung mit dem Arzneimittel irgendeine Verstärkung der Krankheitszeichen Ihrer Myasthenia gravis bemerken, müssen Sie das Präparat sofort absetzen und sich in ärztliche Behandlung begeben.
      • wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel zur Senkung Ihrer Blutfettwerte (Statine) einnehmen, da es in diesem Fall möglicherweise zu einem erhöhten Risiko eines Muskelabbaus (Rhabdomyolyse) kommt.

 

  • Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

    • Nach den bisherigen Erfahrungen hat das Arzneimittel vernachlässigbaren Einfluss auf die Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit. Jedoch kann das Auftreten von Nebenwirkungen die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen negativ beeinflussen.

Schwangerschaft

  • Wenn Sie schwanger sind oder stillen, oder wenn Sie vermuten, schwanger zu sein oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Einnahme dieses Arzneimittels Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.
  • Der Wirkstoff von dem Arzneimittel kann die Plazenta in Schwangeren überqueren und wird in der Muttermilch ausgeschieden.
  • Erythromycin sollte in der Schwangerschaft oder Stillzeit nur bei klarer Notwendigkeit angewendet werden.
  • Schwangerschaft

    • Informationen aus Studien über das Risiko des Auftretens von Fehlbildungen sind uneinheitlich, jedoch wurde in einigen Studien über Herzfehler nach der Anwendung von dem Arzneimittel in der frühen Schwangerschaft berichtet.

  • Stillzeit

    • Erythromycin kann beim Säugling meist leichte Magen-Darm-Störungen wie z. B. Durchfälle, aber möglicherweise auch die Ausbildung einer Einengung des Magenausgangs (Pylorusstenose) verursachen. Weiterhin ist beim gestillten Säugling die Möglichkeit einer Antikörperbildung nach Kontakt mit dem Arzneistoff (Sensibilisierung) oder einer Sprosspilzbesiedlung (Hefen und hefeähnliche Pilze) nicht auszuschließen.

Hinweise

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.

Infectomycin 400 Saft Pulv.z.herst.e.susp.z.einn. sind apothekenpflichtig und können in Ihrer Versandapotheke www.apo.com erworben werden.

Hersteller:  INFECTOPHARM Arzn.u.Consilium GmbH, Von-Humboldt-Straße 1

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